Wir über uns





Lubmin liegt am Greifswalder Bodden in Vorpommern, einer der reizvollsten Urlaubslandschaften Deutschlands. In Lubmin befindet sich die Ruine des größten Kernkraftwerks der ehemaligen DDR. Die Bürgerinitiative „Zukunft Lubminer Heide“ kämpft für die Vereinbarkeit von Industrieansiedlung auf dem Gelände dieses ehemaligen Kraftwerks einerseits und Naturschutz und Tourismusförderung andererseits.

In den letzten Jahren wurde der Bebauungsplan 1 (siehe Bild) teilweise umgesetzt, bei dem das riesige Kraftwerksgelände durch Rodung des Küstenwaldes noch einmal erweitert werden soll, da angeblich nur so Investoren anzulocken sind. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde unter dem Deckmantel der Erweiterung des Kühlkanals des Kraftwerks (im Foto oben) mit Millionensubventionen ein Industriehafen gebaut. Nachdem jahrelang geleugnet wurde, daß es sich bei diesem Bau um einen Hafen handelt, stellte man nach der Fertigstellung fest, daß der „Kühlkanal“ schiffbar ist und widmete ihn kurzerhand zum Hafen um. Dadurch konnte das langwierige Zulassungsverfahren, das für einen Hafenneubau eigentlich notwendig ist, geschickt umgangen werden.

Nun hat Lubmin einen teuren Industriehafen ohne Nutzer. Die Logik der Subventionsgeber ist nun, durch Rodung weiterer 175ha Wald (B-Plan Nr. 2) vielleicht doch noch Investoren anzulocken, die den vorfinanzierten Hafen auslasten könnten. Ein Kandidat, der zur Zeit im Gespräch ist, ist ein Kohlekraftwerk der dänischen Firma Dong (gelb im Bild). Deutschland, das zum G8-Gipfel in Heiligendamm beim Thema Klimaschutz ganz vorn dabei ist, rodet wenige Kilometer entfernt vom Tagungsort hunderte Hektar Wald, der CO2 absorbiert, um ein Kohlekraftwerk zu bauen, das Millionen Tonnen CO2 jährlich produziert. Gleichzeitig werden die Kohlesubventionen gestrichen, um die Kohle aus aller Welt in die Urlaubsregion Vorpommern zu verschiffen. Nur so kann man im Nachhinein die sinnlose Subvention des „Hafens“ rechtfertigen. Daß die Emissionen des Kraftwerks auf die Urlaubsinsel Usedom herabrieseln, interessiert dabei nicht. Es interessiert auch nicht, daß der vom Kraftwerk erzeugte Strom in unserer strukturschwachen Region überhaupt nicht benötigt wird. So groß ein Kraftwerk auch sein mag, nennenswerte Arbeitsplätze entstehen nur beim Bau, nicht aber im Betrieb des Kraftwerks. Sie können kaum die vernichteten Arbeitsplätze in der Tourismusbranche aufwiegen. Willkommen im Schilda des 21. Jahrhunderts!

Wenn Sie mehr über die Entwicklung in Lubmin erfahren wollen, lesen Sie bitte unsere Infobriefe auf dieser Webseite.